Zielsetzung und Inhalte der Phase

Boot Camp - Integration von Jobs-To-Be-Done in einem Unternehmen

Das Projektteam wird im Reboot Camp in die Lage versetzt, alle im Reboot-Level erforderlichen Theorien zu verstehen, Modelle zu nutzen und Methoden anzuwenden. Die Integration von JTBD erfordert einen Mix an Werkzeugen aus den Disziplinen Strategie, Organisation, Soziologie und Psychologie.

Der entscheidende Kunstgriff liegt hier in der Verbindung der teils sehr unterschiedlichen Welten. Es werden interdisziplinäre Brücken geschlagen und Kombinationen vorgenommen, die allen Projektmitgliedern eine vollkommen neue Sicht darauf geben werden, wie JTBD im Unternehmensalltag verankert und die Leistungskraft (Wachstum und Innovation) einer Organisation planbar erhöht werden kann.

Am Ende dieser Phase steht ein Team bereit, welches in der Lage ist, die bevorstehenden Herausforderungen zu beherrschen.



Ergebnisse und Übergang in die nächste Phase

Die Reboot Camp Phase ist eine Mischung aus Bootcamp und Projektarbeit. Der Ablauf gliedert sich in drei wichtige Blöcke:

Block 1 - die Realität beschreiben - Dein "Society-Code"

Im ersten Schritt geht es darum, die Realität, in der wir uns befinden, formal zu beschreiben. Ab hier fällt oft der Begriff "Ontologie". An dieser Stelle muss die erste fundamentale Besonderheit der JobsTalk-Methode erwähnt werden: wir verwenden einen modifizierten Ontologie-Begriff nach Niklas Luhmann. Es geht bei Ontologien immer um die Beschreibung einer Realität ("Die Lehre des Seienden"). Über die Arbeit mit Ontologien kann man Unwahrheiten ausschließen und alle Operationen basieren auf der Wirklichkeit, nicht auf Annahmen. Wie Ihr seht: ein mächtiges Konstrukt - wenn es denn funktioniert! Niklas Luhmann (dessen bahnbrechenden Theorien auch in weiteren Bereichen der JobsTalk-Methode Eingang finden) bringt nun etwas ins Spiel, was uns die Illusion der "absoluten Wahrheit" scheinbar wieder raubt. Grund dafür ist die Tatsache, dass in der heutigen (und deutlich stärker in der zukünftigen) Gesellschaft, verlässliche Machtkonstruktionen in Systeme nicht mehr existieren. Jedes Teilsystem (z.B. Wirtschaft, Politik, Wissenschaft usw.) erzeugt seinen eigenen "Society-Code", auf dessen Basis die Wahrheit (Ontologie) gründet. Eine detaillierte Erläuterung würde an dieser Stelle ganze Bücher füllen. Wir belassen es bei einer wichtigen Erkenntnis: die Annahmen, welche wir heute in der strategischen Planung, im Marketing, im Produktdesign usw. als Basis verwenden, gelten in sehr vielen Fällen gar nicht mehr. Noch schlimmer: wahrscheinlich waren diese schon seit jeher falsch. Fazit: Block 1 wird für uns alle ein faszinierendes Abenteuer. Um dieser Faszination Raum zu geben, findet dieser Block auch niemals in den vier Wänden Deines Unternehmens, sondern immer an einem Ort unserer Wahl statt.

Block 2 - den Kurs festlegen - der "Zero-G-Contract"

Der Block 2 wird arbeitsreich. Nachdem mit dem "Society-Code" ausser dem Projekt-Team kaum jemand etwas anfangen kann, müssen wir gemeinsam eine Konstruktion erfinden, welche Deinen Mitarbeitern und Deiner Organisation die Richtung weisen kann. Es muss klar sein, was gewünscht ist und was illegal. Hierzu erschaffen wir die "Zero-G-Contracts" - Verträge also, welche Rechte und Pflichten repräsentieren, jedoch "schwerelos" sind. Was dies genau bedeutet, werden wir im Projekt erleben. Und für alle Strategen unter uns: wir befinden uns im sachlogischen Teil der Unternehmensstrategie.

Block 3 - ohne Kommunikation verliert Dein Unternehmen seine Existenzgrundlage

Nachdem wir wissen, was wir wollen, müssen wir unsere Kolleginnen und Kollegen, unsere Zulieferer, unsere Kooperationspartner und nicht zuletzt unsere Kundinnen und Kunden in die Lage versetzen, unsere Job-Erlebnisse mit Begeisterung zu erschaffen und zu konsumieren. Für Strategen: jetzt geht es um den verhaltensorientierten Teil der Unternehmensführung. Kernstück ist dabei das Kommunikationssystem sowie die Kommunikationslogik. Basiskonzept für diese Methode stellt wiederum die Theorie der sozialen Systeme von Niklas Luhmann dar.

Übergang in die nächste Phase

Im JobsTalk Reboot Camp wurden alle wichtigen Grundlagen für die folgenden Projektphasen erarbeitet. Wir nutzen die Gelegenheit, um alle einmal richtig durchzuatmen um uns dann dem nächsten spannenden Teil zu widmen: der Arbeit an den "Zero-G-Contracts".



Tools & Methoden

Methoden

Methodisch ist dieses Modul wohl das Umfassendste. Muss auch so sein: wir beschäftigen uns mit Unternehmensstrategie, Organisationstheorie, Psychologie und Soziologie. Wir erfinden die Unternehmenssteuerung nicht neu, werden jedoch Methoden in ganz neuer Art und Weise einsetzen müssen, um Deine Organisation für die Zukunft so wetterfest wie nur möglich zu machen.

Tools (Auszug)
  • JTBD Ontologie

  • Zero-G-Contract-Template

  • Michael Porters Modelle

  • Klassische Tools aus der Organisationstheorie

  • Theorie der sozialen Systeme (Schwerpunkt Funktionen formaler Organisation)



Roadmap

Sprint Roadmap R02

JayRebootV5

 

R02 | Woche 1

Ziel | Die Jobs-To-Be-Done-Ontologie - Aufbau einer neuen Begriffswelt und deren Semantik
01 O Einführung in Ontologien als Basis für Semantik
02 O Aufbau der JTBD-Ontologie für die Organisation - Tag 1: Domain Object Discovery
03 O Aufbau der JTBD-Ontologie für die Organisation - Tag 2: Diskussion von Kanten und Verbindungen
04 O Anwendung der Ontologie auf eine Job-Beschreibung
05 O Finalisierung der Ontologie und Anwendungstraining
     
JayRebootV5

 

R02 | Woche 2

Ziel | Einführung in die Welt der "Zero-G-Contracts'"
06 O Theoretische Grundlagen - Organisationstheorie 
07 O Theoretische Grundlagen -  Soziologie
08 O Theorietische Grundlagen - Strategieimplementierung
09 O Einführung des "Zero-G-Contract"  Konzeptes
10 O Methode der Zero-G-Contract Konstruktion
     
JayRebootV5

 

R03 | Woche 3

Ziel | Einführung in die Welt der Kommunikationen für JTBD
 11 O Der Kommunikationsbegriff
 12 O Autopoietisch geschlossene soziale Systeme als Basis
 13 O Konstruktion einer selbstreferentiellen Kommunikationskette
 14 O Einbindung von "Zero G Contracts" in Kommunikationen
 15 O Testlauf des Gesamtsystems an einem Beispiel

 

R = Remote am Standort des Anbieters, K = vor Ort in den Räumen des Auftraggebers, O = Offsite / externer Veranstaltungsort | projektindividuelle Anpassungen des Plans durch Auftragnehmer sind situationsbezogen möglich.